Magento-Master-Interview mit Matthias Zeis

Letztes Jahr wurde ich von Magento anlässlich meiner Auszeichnung zum Magento Master 2017 in der Kategorie „Makers“ interviewt. Das dazugehörige Video „Magento Masters Spotlight: Matthias Zeis“ wurde Anfang des Jahres online gestellt.

Hier finden Sie die Übersetzung des Interviews auf Deutsch.

Lassen Sie uns Matthias Zeis, Tech Lead bei LimeSoda kennen lernen

Ich heiße Matthias und lebe in Wien, Österreich gemeinsam mit meiner Freundin. Ich arbeite hier als Magento-Entwickler und als der Tech Lead unserer Agentur LimeSoda. Tech Lead zu sein bedeutet, dass ich nicht ausschließlich Magento-Shops programmiere.

Ein großer Teil meiner Rolle ist, unser Team zu „enablen“. Das heißt dafür zu sorgen, dass wir alle Technologien, Tools, Prozesse und das Wissen haben das wir benötigen, um uns jeden Tag zu verbessern.

Wie und wann kamen Sie zum ersten Mal mit Magento in Berührung?

Ich hatte 2009 meinen ersten Kontakt mit Magento. Unser Geschäftsführer trat an mich mit einer Kunden-Anfrage bezüglich eines Onlineshops heran. Er fragte mich, ob ich eine geeignete Software kenne. Ich antwortete: „Ich habe von diesem Ding namens Magento gehört. Es scheint noch ziemlich neu zu sein, aber dahinter stecken eine sehr gute Basis und gute Konzepte. Wir sollten das ausprobieren.“

Das haben wir dann auch gemacht. Wir setzten unseren ersten Shop um, bald darauf einen zweiten, haben dabei gelernt und sind heute glücklich mit unserer Entscheidung.

Was hat Sie dazu bewegt, zur Magento-Community beizutragen?

Als ich mit Magento vor acht Jahren gestartet habe, gab es kaum deutschsprachige Ressourcen online. Wenn ich etwas im Web gesucht habe, fand ich mit Glück ein paar englische Artikel oder Wiki-Einträge, aber man fand bei weitem nicht so viel wie heute.

Da dachte ich mir: „Ich habe immer gerne geschrieben – vielleicht sollte ich einen Blog einrichten!“ Und das habe ich dann auch getan.

Immer, wenn ich etwas herausgefunden habe von dem ich mir dachte: „vielleicht ist das auch für andere interessant“, dann habe ich einfach darüber geschrieben. Bald darauf folgten meine ersten Konferenzen und Hackathons, und TeilnehmerInnen kamen auf mich zu und ließen sich wissen, dass Ihnen gefällt was ich tue. Das hat mich sehr motiviert.

Bei den Hackathons schrieb ich mit anderen im Team Extensions und sah, wieviele Menschen in der Community eben dieser etwas zurück geben. Mein Fazit: „das ist eine gute Sache.“ Bei Open-Source-Produkten, in ihren Gemeinschaften, bekommt man so viel gratis und ohne Voraussetzung, da war es mir wichtig, auch etwas zurück zu geben.

Welche Auswirkung hatte die Magento-Community für Sie?

Die Magento-Community hatte in vielerlei Hinsicht Auswirkungen für mich, aber ich denke der wichtigste Teil für mich ist, dass ich neue Freunde gefunden habe. Man trifft sich mehrere Male im Jahr auf Konferenzen und ist auch auf Twitter oder in Chats ständig in Kontakt miteinander. Es ist sehr schön, das zu haben.

Was ist Ihr Lieblings-Magento-Event für Sie als Teilnehmer oder Organisator?

Mein Lieblings-Event? Das ist schwer zu sagen.

Natürlich ist etwas wie die Imagine einfach eine sehr beeindruckende Konferenz. Etwas Anderes, in das ich mich quasi verliebt habe sind die Unconferences. Falls Sie das Konzept nicht kennen, googlen Sie danach! Ich mag sie wirklich sehr.

Es kommt nicht darauf an, ob man einE HändlerIn, einE EntwicklerIn oder sonst etwas ist. Man geht einfach hin, die TeilnehmerInnen stellen sich Ihre eigene Agenda zusammen und man hat sehr viel Zeit zu diskturieren und neue Themen kennen zu lernen. Das war für mich sehr inspirierend.

Was weiß die Magento-Community eventuell noch nicht über Sie?

Etwas, was die Community über mich vielleicht nicht weißt ist dass ich liebend gerne Klavier spiele. Natürlich höre ich auch gerne Musik und spiele gerne mit meinem Audio-System herum, aber das Klavier ist mein persönliches Steckenpferd. Ich spiele seit 25 Jahren, und natürlich hatte ich dazwischen meine Pausen – manchmal kommt einem das Leben in den Weg. Jedes Mal aber, wenn ich mich wieder ans Klavier setze bereitet mir das einfach unheimlich viel Spaß.

Welchen Ratschlag würden Sie anderen EntwicklerInnen geben?

Ein Ratschlag, den ich EntwicklerInnen geben möchte: bildet euch kontinuierlich fort. Unser Fachgebiet verändert sich rasch, jeden Tag entstehen viele neue Technologien. Es ist schlecht, hier am Fleck stehen zu bleiben.

Sich weiter zu entwickeln ist auch ein wichtiger Teil meiner Motivation. Wenn man nur in seiner Blase bleibt, kann man den Fokus, seine Motivation verlieren. Wenn man jedoch ständig neue Dinge ausprobiert und sich umblickt, was es sonst noch so gibt, dann ist das sehr animierend und man gewinnt neue Perspektiven auf seinen eigenen Code.

Mehr zum Magento-Master-Titel

Was ist ein Magento Master überhaupt? Wie wird man das? Diese Informationen finden Sie hier.