noPC commerce: not only PC commerce

Willkommen bei einem weiteren Beitrag zum Trend 2013 Online-Shopping abseits des PCs. Willkommen zu noPC commerce. Eine akademische Gedankenspielerei.

noPC commerce!?

Schon wieder ein neuer Begriff. Keine Sorge, noPC commerce muss man noch nicht kennen. Er ist mir nämlich gerade erst eingefallen.

Wie letztens erwähnt sprach Kai Diekmann bei der Verquickung von Mobile Commerce, Couch Commerce etc. von „post PC commerce„. Der Begriff gefällt mir, doch er impliziert für mich, dass es sich um Online-Handel nach dem Verkauf über traditionelle Desktop-PCs handelt. Demnach wäre das also ein neuer, besserer Vertriebsweg, der den „PC-Commerce“ vollständig ersetzt. Auch wenn dieser Anteile verlieren wird, glaube ich das nicht. Es gibt eine Daseinsberechtigung für beides.

Da fiel mir ein Vergleich zur Welt der Datenbanken ein. Traditionelle Datenbanksysteme reichen dort aufgrund der wachsenden Datenmengen und Anforderungen nicht mehr aus, um alle Probleme zufriedenstellend lösen zu können. Daher poppen dutzendweise neue, alternative Systeme auf, die auf einzelne Teilprobleme spezialisiert sind. Im Gegensatz zur traditionellen SQL-Datenabfragesprache spricht man hier von NoSQL – Not only SQL. Das alte System wird also nicht negiert, sondern es wird um Alternativen ergänzt. Jedes System hat seine Daseinsberechtigung. Für einige Anforderungen verwendet man traditionelle SQL-Datenbank-Systeme, für andere eines der NoSQL-Systeme.

Genauso könnte man alles, was sich momentan so auftut, als noPC commerce – not only PC commerce zusammenfassen. Ich beschäftige mich also nicht nur mit dem Online-Handel, der über Desktop-PCs stattfindet, sondern zusätzlich auch mit den Absatzmöglichkeiten im E-Commerce über die neuen, anderen Geräte.

e-Commerce als Wissenschaft

Im Prinzip ist es natürlich unnötig, schon wieder ein „neues Commerce“ zu erfinden. Wie Roman schon sagt: letztlich gibt es den einen Handel (Commerce). Die diversen Termini sind eher als Diskussionsvehikel zu sehen. Sie ermöglichen, mit einem Begriff die Gedanken der Beteiligten auf den Teilbereich und das Mindset zu lenken, das man gerade braucht. Da bin ich bei Roman.

Auf der anderen Seite bin ich gerade deswegen auch für die Verwendung solcher Begriffe. Um einen komplexen Sachverhalt – und das ist der e-Commerce – sinnvoll handhaben zu können, muss man ihn in Teilbereiche, in Disziplinen unterteilen und Definitionen, Bezeichnungen dafür finden.  In dieser Phase sind wir im Online-Handel gerade. Das ist für mich ein Zeichen dafür, dass der e-Commerce erwachsen wird und eine eigene Identität bildet.

Wir brauchen Worte, die beschreiben, was sich gerade abspielt. Da entstehen Dinge, die gab es so noch nicht. In 1, 2 Jahren werden diese Teilbereiche vielleicht so selbstverständlich sein, dass man dafür keine Begrifflichkeiten nicht mehr benötigt. Aber jetzt schon. Das ist in jeder Wissenschaft so. Da macht der e-Commerce keine Ausnahme. Letztendlich haben wir, die mit diesen Begriffen herumwerfen, eine akademische Diskussion. Die Praktiker, die wenden das an, worüber wir palavern und verkaufen einfach. 😉

Für mich ist e-Commerce eine eigene Wissenschaft. Immerhin entstehen die ersten Studien- und Lehrgänge dazu. So ganz abwegig ist das also nicht. Es wird in einem Umfang über den Online-Verkauf reflektiert, den es bisher nicht gab. Weil man festgestellt hat, dass das traditionelle Wissen nicht ausreicht.

noPC commerce!

Momentan spielt sich im e-Commerce viel ab. Rund um das Shoppen abseits des Desktop-PCs entstehen neue Technologien, Verhaltensmuster. Mobile, Tablet, Couch, QR, Augmented Reality und vieles mehr. Ich brauche einen Begriff, an den ich mich klammern kann, wenn ich darüber denke, spreche. Heute ist das noPC commerce – not only PC commerce. Morgen vielleicht ein anderer.

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3 Antworten

  1. Daniel Lang sagt:

    Das ist ein wirklich interessanter Post; insbesondere der Gedanke „das“ eCommerce als Wissenschaft zu sehen ist spannend, weil es dann – wie du auch schon gesagt hast – erwachsen wird und die dabei wichtigen Aspekte sachlich analysiert werden können.

    Mit deinem Begriff „noPC commerce“ habe ich aber so meine Probleme… du gehst davon aus, dass mit postPC Commerce das „nach“ auf das „Commerce“ bezogen, also der Nachfolger irgendeines PC commerce. Das sehe ich anders. Der Begriff „post-PC“ steht als solches für mich für die Geräte, also die Geräte die nach dem PC kommen. Bill Gates und Steve Jobs haben das 2006 schon als die „post-pc era“ beschrieben. Das Commerce hängt also meiner Meinung nur dran, also dasselbe Commerce aber auf post-PC Geräten und Medien…

  1. 25.01.2013

    […] grundlegende Begriffe rund um das Einkaufen abseits des PCs eingegangen und habe die Idee hinter noPC commerce erklärt. Heute sollen einige Links Einblicke in das weite Feld der Fakten, Strategien, Zahlen und […]