Magento 2 im Überblick

Die offizielle Ankündigung: Magento 2 ist da! (c) Magento

Die offizielle Ankündigung: Magento 2 ist da! (c) Magento

Magento 2 hat den Anspruch, ein Shop-System zu sein das für mittelkleine HändlerInnen (KMU) bis hin zu internationalen Großkonzernen geeignet ist.

Sein Vorgänger Magento 1 ist vor über 10 Jahren erschienen und konnte mit über 250.000 in Betrieb befindlichen Installationen zur beliebtesten Shop-Software in diesem Bereich aufsteigen.

Editionen

Diese Bandbreite will Magento durch unterschiedliche Varianten („Editionen“) seines Produkts realisieren.

Dabei handelt es sich um diese Varianten:

Magento Open Source

Open Source (ehemals „Magento Community Edition“) ist eine lizenzkostenfreie Ausgabe, welche die wichtigsten Funktionalitäten anbietet. Für viele Unternehmen ist diese Version bereits ausreichend. Sie können den Shop auf einem einzelnen Server betreiben oder auch in einem Multi-Server-Setup oder eine Cloud-Umgebung wie Amazon Web Services (AWS) oder der Google Cloud Platform.

Magento Commerce

Commerce (ehemals „Magento Enterprise Edition“) setzt auf der lizenzkostenfreien Version auf und erweitert diese um Funktionen, die von größeren Unternehmen mit ambitionierten Plänen bzw. großen Datenmengen benötigt werden. Dazu zählen unter anderem Kundensegmente, ein Staging-Bereich zur Vor-Ab-Überprüfung von Änderungen, eine bessere Suche mittels Elasticsearch und bessere Skalierbarkeit der Daten. Mehr dazu finden sie in der Feature-Liste von Magento Commerce 2.1.

Entgegen dem Eindruck den man auf der offiziellen Website bekommt kann auch diese Version selbst gehostet werden.

Magento Cloud Commerce

Cloud Commerce (ehemals „Magento Enterprise Cloud Edition“) ist die Cloud-Ausgabe von Magento Commerce und das Rundum-Paket im Portfolio. Hierbei erhält man die kostenpflichtige Version mit integriertem Cloud-Hosting und etlichen weiteren Services:

    • CDN („Content Delivery Network“) und DDoS („Distributed Denial of Service“) Protection von Fastly
    • New Relic APM Pro für Performance Monitoring
    • Blackfire.io für Performance Testing und Performance Profiling

Magento hat sich für diesen Dienst mit platform.sh zusammen getan und bietet eine skalierbare Lösung, die nicht auf den Produktivbetrieb beschränkt ist.

Das heißt: auch Entwicklung, Testing und die Abnahme von Änderungen erfolgen im Cloud-Verbund ohne dass ProgrammiererInnen auf ihre gewohnten Tools verzichten müssen.

Ende August 2018 führte Magento zwei Varianten von Cloud Commerce ein:

Magento Cloud Commerce Starter

Diese Variante enthält die Commerce-Lizenz und das Cloud-Hosting sowie die Integration von Fastly, New Relic und Blackfire. 24×7-Email-Support rundet das Angebot ab.

Die Starter-Edition wird in der Cloud gehostet, jedoch auf gesharten Servern und keiner dedizierten Hardware.

Magento Cloud Commerce Pro

Hier erhalten Sie alle Features der Starter-Version plus:

  • das SaaS-Modul Magento Business Intelligence,
  • eine redundante Drei-Server-High-Availability-Infrastruktur mit dedizierter Hardware und
  • verstärkte Unterstützung bis zum Live-Gang.

Details und Preise entnehmen Sie dem offiziellen Vergleich der Pakete.

Release-Zyklen und Zeitraum der Unterstützung von Versionen

Magento 2.0 wurde am 17. November 2015 veröffentlicht. Der Nachfolger des „originalen“ Magento war über 4 Jahre in Entwicklung. Seitdem werden

  • Minor-Releases (z.B. von 2.0 auf 2.1) mit neuen Funktionen und Verbesserungen bzw.
  • Bugfix-Releases (z.B. von 2.1.6 auf 2.1.7)

veröffentlicht.

Sie sollten Ihre Magento-Installation auf dem aktuellen Stand halten. Dadurch profitieren Sie von Fehlerbehebungen, Geschwindigkeitsverbesserungen und neuen Features. Als Minimum sollte eine aktuell unterstützte Version verwendet werden.

Wie Sie dem verlinkten Artikel entnehmen können wird Magento Open Source 2.0 bis zum 17.11.2017 mit Aktualisierungen versorgt, Magento 2.1 bis zum 23.06.2018 und Magento 2.2 bis zum 26.09.2019.

Magento 2.2

Version 2.2 wurde am 26. September 2017 veröffentlicht. Neben 428 Bugfixes gibt es einige neue Features für HändlerInnen und EntwicklerInnen.

Auf Slideshare finden Sie die Slides einer Präsentation, die ich zu den Neuigkeiten von Magento 2.2 gehalten habe. Ausführlich behandelt ist die Version in „Was ist neu in Magento 2.2?„.

Version 2.2.1 wurde am 7. November 2017 veröffentlicht und enthält neben Security-Patches einige kleinere Verbesserugnen sowie die Signifyd Fraud Protection.

Weitere Artikel zu 2.2:

Die nächsten Versionen

  • 2.2.2 ist für Ende 2017 geplant.
  • Mit 2.2.3 und 2.3.0 dürfen wir 2018 rechnen.

Migration von Magento 1 zu Magento 2

Über den Umstieg von Magento 1 zu Magento 2 kann man viele Worte verlieren. Das habe ich bei diversen Vorträgen im Jahr 2016 gemacht und diesen Talk auch als Artikel-Serie festgehalten:

Weitere Postings zu Magento 2

Beiträge, die sich mit Magento2 beschäftigen finden Sie unter folgenden Links:

  • Kategorie „Magento 2“:
    Beiträge in der Kategorie haben Magento 2 als zentralen Inhalt.
  • Beiträge mit Schlagwort „Magento 2“:
    hier finden sich Beiträge, die auch, aber nicht nur mit Magento 2 zu tun haben. Ein Beispiel dafür sind die Magento-Neuigkeiten.

Informationen direkt von Magento

Offizielle Website

Viele Informationen und Case Studies finden Sie auf der offiziellen Website.

Developer Hub

Die allererste Anlaufstelle für Entwickler ist der Developer Hub. Dort finden Sie Neuigkeiten, Ressourcen, Veranstaltungen und vieles mehr zu Magento 2.

Dokumentation

Die Dokumentation befindet sich unter devdocs.magento.com und wird laufend überarbeitet. Hier sind unter anderem Informationen zu finden, wie Magento 2 installiert wird.

Code

Der Source-Code für die kostenlose Version „Open Source“ ist auf Github im Repository magento/magento2 zu finden: https://github.com/magento/magento2

Issues

Wer Fehler findet, kann diese auf GitHub in Form von Issues an Magento melden. Einen Überblick über den Status offener Issues findet man im develop-Branch-Board.

Pull-Requests

Die Community kann über Pull-Requests im develop-Branch zur Entwicklung beitragen. Hier lohnt sich ein Blick auf die offenen Pull-Requests.